Gräfenberg – an die 50 Genossinnen und Genossen aus dem ganzen Landkreis Forchheim konnte SPD-Kreisvorsitzender Laurenz Kuhmann am vergangenen Samstag in den Räumlichkeiten des TSV09 Gräfenberg begrüßen.
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters Hans-Jürgen Nekolla wurde der Vorschlag des Kreisvorstandes und der Kreistagsfraktion, Reiner Büttner als Spitzenkandidat und Landratskandidat in die Kommunalwahl 2020 ins Rennen zu schicken, in geheimer Wahl einstimmig angenommen. Damit tritt Reiner Büttner mit viel Rückenwind als Landratskandidat für die SPD im Landkreis Forchheim an. Der zweifache Familienvater hatte zuvor ausführlich seine politischen Ziele erläutert.
„Der Landkreis darf nicht nur verwaltet werden. Ich möchte den Landkreis gestalten“, so Reiner Büttner. „Ich möchte mich jedoch auch schützend für den Erhalt unsere Landschaft und unserer kleinteiligen und vielschichtigen Lebensweise stellen. Diese Lebensweise macht den Landkreis so attraktiv.“
Was können wir noch tun, um Familien zu fördern und möglichst allen Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen? Wie können wir die Kindergärten unterstützen? Wie den Beruf der Erzieherin, des Erziehers attraktiver machen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, diskutierten die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Ulrike Bahr, Mitglied d. Ausschusses für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, und Andreas Schwarz mit zahlreichen Fachleuten aus der Praxis im Bamberger Bistumshaus St. Otto.
„Qualität in den Kindertagesstätten und Entlastungen für Familien – beides gehört zusammen, will man Kindern in unserem Land gute und gleiche Chancen geben“, betont Andreas Schwarz in seiner Einleitung. „Es ist wichtig, dass die Erzieherinnen und Erzieher gern und mit Spaß ihre Arbeit machen und ebenso, dass die Kinder mit Freude die Kita besuchen. Dafür wollen wir als Regierung Gelder optimal zur Verfügung stellen.“
Gute Nachrichten für die Region: Der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz wurde erneut einstimmig zum stellvertretenden Sprecher für Kommunalpolitik der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Wie man Kommunal- und Bundespolitik zusammendenkt, hat der Abgeordnete als langjähriger Strullendorfer Bürgermeister von der Pike auf gelernt.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das die Kollegen in mich setzen. Selbstverständlich werde ich meinen Einfluss auch dafür nutzen, dass es mit der Region Bamberg und Forchheim in großen Schritten voran geht. Sicherlich war diese Position in den vergangenen Jahren hilfreich, um die Sanierungsmittel für das Kloster St. Michael, das Rathaus Forchheim oder den Volkspark Bamberg zu gewinnen. Ich bin davon überzeugt, dass es schon bald wieder positive Nachrichten zu vermelden gibt“, erklärt Andreas Schwarz, und ergänzt: „Es ist wichtig, dass es in Berlin mitdenkende Fürsprecher für die Belange der Kommunen gibt, schließlich spüren die Menschen die Entscheidungen des Bundestages häufig als erstes vor Ort in ihrer Gemeinde, Stadt oder dem Landkreis.“
Das Paketbotenschutzgesetz kommt und endlich ist Schluss mit der Ausbeutung in der Paketbranche. Das hat der Bundestag heute beschlossen. Paketdienste müssen künftig dafür haften, wenn Nachunternehmer sich nicht an die Regeln halten.
„Die Nachunternehmerhaftung kommt und das ist der SPD zu verdanken“, betont der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz. „Wir haben klar gemacht, dass wir es nicht länger hinnehmen, wenn Nachunternehmen gegen ihre gesetzlichen Pflichten verstoßen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Teil systematisch ausnehmen.“
„Durch die Digitalisierung wächst der Onlinehandel rasant – und mit ihm die Paketbranche“, so der SPD-Abgeordnete. „Wir lassen nicht zu, dass dieser Boom auf dem Rücken der Zustellerinnen und Zusteller ausgetragen wird.“
Benjamin Hoell führt SPD Neunkirchen in die Kommunalwahlen
Ortsverein wählt 35-jährigen einstimmig zum Spitzenkandidaten – Viele ehrenamtlich Engagierte auf Gemeinderatsliste
NEUNKIRCHEN. Nein, es ist kein Faschingsscherz: Elf der 20 Kandidaten der Sozialdemokraten für die Kommunalwahlen 2020 sind beim Neunkirchner Carnevals-Verein (NCV) aktiv. „Für die Gemeinderatswahlen haben wir ganz bewusst auf Menschen gesetzt, die sich ehrenamtlich engagieren“, erklärt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Benjamin Hoell den ungewöhnlichen Umstand. „Der NCV ist besonders stark vertreten – unsere Kandidaten sind zum Beispiel aber auch in der Jugend- und Trachtenkapelle und im TSV aktiv.“
Hoell selbst führt die Liste – die der SPD-Ortsverein in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ins Rennen schickte – als Spitzenkandidat an. Der 35-Jährige lenkt die Geschicke der SPD Neunkirchen seit 2018. Die vergangenen Monate nutzte er, um sich bei Gemeinderatssitzungen und Bürgerversammlungen ein Bild von den Anliegen der Bürger in den Ortsteilen der Gemeinde zu machen. „Wenn mir die Bürger ihr Vertrauen aussprechen, will ich im Gemeinderat keine Entscheidungen über Dinge treffen, die ich mir noch nie vor Ort angehört habe“, sagt Hoell.
Auf den Plätzen zwei und drei der Liste folgen ihm SPD-Fraktionschef und Dritter Bürgermeister Andreas Pfister und die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Kerstin Jaunich. Gemeinderats-Urgestein Anton Spatz – seit 1987 in dem Gremium – und der langjährige Ortsvereinsvorsitzende Joshua Bürzle, mit 24 der jüngste Kandidat, kandidieren auf den Plätzen vier und fünf. Auf Platz sechs folgt Gemeinderat Leo Mehl.
Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten schickt die SPD Neunkirchen nicht ins Rennen – Hoell entschied sich mit Blick auf seine beiden kleinen Töchter dagegen. „Ich habe mir wirklich lange Gedanken gemacht, bin aber zu dem Schluss gekommen, dass es für meine Familie die bessere Entscheidung ist“, sagt der kaufmännische Angestellte.
„Die SPD hat in Neunkirchen immer gute Ideen gehabt“, bescheinigt Landratskandidat Reiner Büttner, der die Aufstellungsversammlung im Gasthaus Bürgerstuben leitete, dem Ortsverein. So ging der Beschluss für einen Neubau der Grundschule entscheidend auf die Initiative der SPD zurück. Das Programm für die Wahlperiode ab 2020 wollen der Vorstand und die 20 Kandidaten nun über die kommenden Wochen erstellen und anschließend den Bürgern vorstellen.
Die vollständige Liste: 1. Benjamin Hoell, 2. Andreas Pfister, 3. Kerstin Jaunich, 4. Anton Spatz, 5. Joshua Bürzle, 6. Leonhard Mehl, 7. Rohan Sinha, 8. Steffen Habel, 9. Helmut Rossak, 10. Björn Kirsten, 11. Hildegund Walz, 12. Markus Kraft, 13. Margot Säger, 14. Michael Brill, 15. Sylvie Spatz, 16. Ulrich Arlt, 17. Jutta Hertel, 18. Peter Hertel, 19. Karl-Heinz Kugler, 20. Jürgen Meurer